Selfies, zocken, chatten: Das Smartphone hat bei Eltern und Lehrkräften meist keinen guten Ruf, wenn es ums Lernen geht. Wir beleuchten in diesem Blogeintrag, ob diese Skepsis berechtigt ist und zeigen dir die 6 Superkräfte des Smartphones.

“Handys weg!” 

… heißt es in den meisten deutschen Klassenräumen und manche Bundesländer wie Bayern haben dazu sogar eine strenge Regelung: Mobil­funk­telefone müssen auf dem gesamten Schulgelände ausgeschaltet sein, wenn sie nicht gerade zu Unterrichtszwecken verwendet werden.

Digitale Medien motivieren

Dabei haben Smartphones riesiges Potenzial: Das zeigt die Umfrage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Thema „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“:  82 % der Schüler:innen im Alter von 14 bis 19 Jahren gaben an, dass sie zum Lernen motivierter sind, wenn digitale Medien im Unterricht integriert und eingesetzt werden und sie die Lust steigern, neue Dinge zu lernen. 

Eine Person in altertümlicher Kleidung denkt an eine Dampflock. Ein moderner Charakter schaut skeptisch auf ein Smartphone.

Ein Blick zurück: Neue Technologien, neue Ängste

Wenn das Smartphone bei Schüler:innen so gut ankommt beim Lernen, woher kommt dann diese Skepsis? Wenn wir einen Blick in die Geschichte zurückwerfen, sehen wir, dass die Kritik an neuen Technologien so alt ist wie die Menschheit selbst. Besonders skurril wirkt heute beispielsweise die Angst vor den ersten Zügen und Dampfloks: Viele Menschen hatten große Bedenken vor der “hohen Geschwindigkeit” und Ärzte sagten sogar schwere Gesundheitsschäden für alle voraus, die dieses neue Fortbewegungsmittel nutzen würden. 

Eine Gruppe Menschen versteckt sich hinter einem Stapel Bücher Ein Smartphone weist freudig auf das Internet hin.

Das digitale Tor in die unbekannte Welt

Diese Skepsis vor neuen Technologien bringt dabei vielleicht die Befürchtung des Kontrollverlusts zum Ausdruck: Unbekanntes macht uns nervös. In der etablierten Bildungswelt werden daher digitale Tools manchmal noch kritisch beäugt, wo doch vorher der gedruckte Text in Form von Wörterbüchern, Lexika und Atlanten ein beruhigendes Wissensmonopol hatte. Und heute? Das Smartphone eröffnet uns eine Welt voller Bilder, Videos, Meinungen, Nachrichten, GIFs, Memes und vieles mehr - nicht lektoriert und ungeprüft.

Dein persönlicher Lernfreund

Dabei ist diese bunte Flut eine Stärke des Smartphones: Die unglaubliche Vielseitigkeit lässt eine hohe Individualisierung beim Lernen zu. Egal ob es um Lernapps geht oder Erklärvideos: Wer möchte, findet zu allen Fächern tolle Quellen, um zu recherchieren und den Stoff besser zu verstehen. Die hohe Akzeptanz bei den Schüler:innen von Smartphones tut sein übrigens: 95 % der 12- bis 15-Jährigen besitzen laut Statista (2021) bereits ein Smartphone. Es wäre also viel zu schade, das Smartphone auszuklammern, wenn es ums Lernen geht.

Ein Smartphone schiebt einen eingestaubten Vokabelkasten.

Geht der Karteikasten bald in Rente?

Das Verrückte beim Vokabellernen ist, dass wir noch immer die gleichen Methoden wie vor 50 Jahren verwenden. Der Karteikasten ist noch immer beliebt, weswegen die üblichen Vokabelapps die gleiche Methode nutzen, nur in digitaler Form - das Prinzip der regelmäßigen Wiederholung funktioniert eben. Dabei werden aber nicht alle Potenziale des Smartphones ausgeschöpft: Denn es bietet uns Superkräfte, die das Vokabellernen zeitsparender, effektiver und unterhaltsamer machen, die wir unbedingt nutzen sollten.

Die 6 Vorteile des Vokabellernens mit dem Smartphone illustrativ dargestellt.

Die 6 Superkräfte des Smartphones beim Vokabellernen

  • Interaktiv: Der Touchscreen ermöglicht eine direkte Interaktion mit den Lerninhalten. In unserer Vokabelapp cabuu führen die Nutzer zu jeder Vokabel Fingerbewegungen aus und stellen damit einen direkten Bezug zum Wortschatz her. Diese Lernmethode hilft dabei, dass die Vokabeln schneller und länger im Gedächtnis bleiben.
  • Individuell: Der Karteikasten bemerkt nicht, wenn er seit Wochen unangetastet geblieben ist. Das Smartphone hingegen kann die Häufigkeit und zeitlichen Abstände der Lerneinheiten bei der Vokabelabfrage berücksichtigen und daraus individuelle Lernpläne berechnen.
  • Flexibel: Das Smartphone ist ein täglicher Begleiter und so kann immer gelernt werden, wann und wo es gerade passt: beim Warten auf dem Bus, daheim am Schreibtisch oder unterwegs im Zug. 
  • Intelligent: Bei der Vokabelabfrage kommt es auf den perfekten Wiederholungszeitpunkt an, damit der Wortschatz im Langzeitgedächtnis gespeichert wird. Beim Lernen ohne digitale Hilfen wird die Auswahl des Lernzeitpunkts eher willkürlich vorgenommen. Smarte Algorithmen greifen hier unter die Arme und berechnen für jede Vokabel den idealen Lernablauf, was zu deutlichen Zeitersparnissen führt.
  • Unterhaltsam: Bei aller Effektivität, spielt auch die Freude am Lernen eine große Rolle: Denn nur wer Spaß hat, bleibt dran. Gut gemachte Vokabelapps punkten mit ansprechender und altersgerechter Gestaltung und bringen Abwechslung in den Lernalltag.
Es wäre schade, bei all diesen vielversprechenden Eigenschaften das Smartphone links liegenzulassen, wenn es um das Vokabellernen geht. Gerade die Niederschwelligkeit macht das Smartphone attraktiv, um bei Schülerinnen und Schülern als Lernhelfer angenommen zu werden. Vielleicht sollten wir also die Technologieskepsis ablegen und stattdessen Kompetenzen im Umgang mit Medien vermitteln: So können wir die Superkräfte der smarten Geräte ausschöpfen, um das Vokabellernen effektiv und abwechslungsreich zu gestalten.